Ladengeschäft - Chiemgauer Heimatwerk
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Chiemgauer Heimatwerk Gabriele Herrmann Dirndl ❖ Tracht ❖ Tradition
Chiemgauer Heimatwerk                                                                 Gabriele Herrmann      Dirndl  ❖  Tracht  ❖  Tradition

Beruf - Ausbildung - Praktikum

Maßschneiderin - Trachtenscheiderin - Damenschneiderin

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

bitte sehen Sie davon ab,

unaufgefordert Bewerbungsunterlagen zu zusenden,

diese werden nicht bearbeitet, beantwortet oder zurückgestellt.

 

Ebenso bitte ich weder um telefonische Anfrage,

noch um unangemeldetes persönliches Erscheinen in meinem Geschäft.

 

Ich bitte höflich zu akzeptieren,

dass ich grundsätzlich nicht einstelle,

nicht ausbilde und weder Praktikumsplätze,

noch Schnuppertage anbiete,

ebenso wenig bin ich für Ausbildungs- und Berufsberatungen zuständig.

 

Es besteht keine gesetzliche Verpflichtung zur Ausbildung!

 

Trachtenschneiderin ist kein Ausbildungsberuf, sondern eine Fachrichtung!

Ich bin gelernte Trachtenschneiderin aufgrund meiner zweijährigen Fachausbildung in Salzburg, in der ehemaligen Trachtenklasse.

 

Für Berufs- und Ausbildungsberatungen wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige

Innung, Handwerkskammer oder Arbeitsamt /Berufsberatung / Jobcenter.

 

                                                                                                            

 

Vielen Dank!

 

 

 

 Deutsche Meisterschule für Mode in München

 

HBLWM Annahof - Fachschule für Mode - Salzburg

 

Modefachschule - Hallein

 

Berufsbild Schneider/in

 

Die gängigen Berufsbezeichnung Schneider/Schneiderin ist quasi ein Oberbegriff für verschiedene Fachrichtungen des Schneiderhandwerkes.

Im Einzelnen unterscheidet man

 

  • Damen- und Herrenmaßschneider/innen,
  • Änderungsschneider/innen,
  • Modeschneider/innen,
  • zudem Theater-, Uniform- und Wäscheschneider/innen.

 

Je nach Fachbereich ändert sich die Arbeitsaufgabe: während z. B. ein Änderungsschneider Ausbesserungen oder Veränderungen an Kleidung oder Heimtextilien vornimmt, fertigt ein Damen- oder Herrenmaßschneider die Kleidung nach Wünschen und Vorstellungen der Kunden entsprechend deren Maßen an. Einsatzmöglichkeiten gibt es im selbständigen Bereich, in Modeateliers, in Industrie und Werkstätten.

Die Ausbildungszeit für den Fachbereich Änderungsschneider/in beträgt 2 Jahre, für den Bereich Damen- und Herrenmaßschneider 3 Jahre. Bei der Ausbildung zum/zur Modeschneider/in kann nach 2 Jahren Ausbildung der Abschluss als Modenäher/in erworben werden, nach einem weiteren Jahr der Abschluss als Modeschneider/Modeschneiderin.

 

Als Ausbildungsberuf wird zwischen Damenschneider/Damenschneiderin und Herrenschneider/Herrenschneiderin unterschieden, je nachdem, für welches Geschlecht bevorzugt Kleidung hergestellt wird. Der hauptsächliche Unterschied liegt im Zuschnitt der Kleidungsstücke. Im 19. Jahrhundert wurden in der Herrenschneiderei Schnittsysteme entwickelt, die eine genaue Passform und einen korrekten Sitz ergaben, während die Damenschneiderei eher „modellierte“ Kleidungsstücke bevorzugte, die mit Falten, Weite und Stoffzügen arbeiteten, um bevorzugt „schöne“ Effekte zu erzielen. Der Damenschneiderberuf ist relativ neu und hat sich erst im Laufe des 19. Jahrhunderts als eigenständiges Handwerk etabliert; in älteren Zunftordnungen wird zur Meisterprüfung neben Näh- und Bügelproben, Anfertigung von Hosen, Schauben usw. auch die Fertigung eines „Frauenstückes“ gefordert.

Heute werden bei der Herstellung der Konfektion „von der Stange“, also jeglicher nicht individuellen Oberbekleidung, die wichtigen Fertigungstätigkeiten des Schneiderberufs größtenteils von Arbeitern in Billiglohnländern (z. B. China) übernommen. Die Verarbeitung von Stoffen zu Kleidungsstücken ist nur begrenzt zu automatisieren und bleibt personalintensiv.

 

Gehalten haben sich jedoch kreative Berufszweige, wie Modeschneider und Modedesigner, hervorgegangen aus dem Zuschneider.

Zuschneiden ist Teil der Ausbildung und Aufgabe des Schneidermeisters, in dem er Kleidung entwirft, dafür die Schnitte errechnet (aufstellt) und zuschneidet. Neben dem Meister, der in der Regel der Inhaber des Betriebs war, gab es die Gesellen, die vor allem nähten, dressierten und bügelten.

Es gibt jedoch weiterhin, wenn auch in weitaus geringerem Umfang, den Maßschneider mit eigenem Atelier, bei dem die Kundin oder der Kunde sich unter anderem ein Kostüm, ein Kleid oder einen Anzug nach Maß fertigen lassen können. Neben besonderen Modell- oder Stoffwünschen kann der Maßschneider individuell auf Kunden mit von den Konfektionsgrößen abweichenden Maßen eingehen.

 

Es gibt spezialisierte Lederschneider; die Pelzverarbeiter nennen sich Kürschner.

Weißnäher beschäftigen sich mit Stickereien und Verzierungen auf weißen Textilien

wie z. B. Bettwäsche, Tischtüchern oder Taschentüchern, aber auch auf Damenunterwäsche.

Nicht mit der Herstellung betraut ist der Änderungsschneider (ursprünglich Flickschneider),

in Deutschland ein Ausbildungsberuf seit dem 1. August 2005,

der bezeichnungsgemäß Änderungen und Ausbesserungen an fertiger Oberbekleidung vornimmt.

 

 

 

Maßschneider/in – Ausbildung & Beruf

 

„Das richtige Maß zu finden“ – dieser Ausspruch ist nicht nur für das alltägliche Leben von Bedeutung, sondern gilt gerade für Maßschneider.

Sie stellen nach eigenen oder vorgegebenen Entwürfen individuelle Kleidungsstücke her. Wünscht beispielsweise eine Kundin ein neues Abendkleid oder benötigt ein Geschäftsmann einen passgenauen Anzug, dann fertigen sie diese in Maßarbeit an. Darüber hinaus ändern oder reparieren sie auch bereits getragene Kleidungsstücke.

Deine Ausbildung wird dich auf die einzelnen Tätigkeiten und Arbeitsschritte – vom ersten Kundengespräch bis zum fertigen Produkt – vorbereiten. Du lernst, wie man die Wünsche der Kunden ermittelt, sie berät und die Körpermaße feststellt. Damit du danach einen Entwurf gestalten kannst, musst du wissen, wie man Skizzen erstellt, wie man mithilfe der Schnittschablonen Werkteile ausschneidet und welche Stich- und Nahtarten man verwendet.

In deinem letzten Ausbildungsjahr kannst du dich entweder auf den Schwerpunkt Damen oder den Schwerpunkt Herren spezialisieren.

Maßschneider sind größtenteils in Maß- und Änderungsschneidereien beschäftigt. Aber auch Kostümabteilungen von Film und Fernsehen sowie Theaterschneidereien bieten sich als Arbeitsorte an.

 

Daten & Fakten

Art der Ausbildung: dual (Berufsschule und Betrieb)

Zuständige Stelle: HWK

Dauer: 3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

 

In einem Handwerksbetrieb sind diese Azubi-Gehälter als Maßschneiderin bzw. Maßschneider üblich:

 

1. Ausbildungsjahr 275 Euro
2. Ausbildungsjahr 300 Euro
3. Ausbildungsjahr 325 Euro
 

 

Schulische Voraussetzungen - Maßschneider/in

Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf Maßschneider. In der Vergangenheit hatte etwa die Hälfte der Azubis (Fach-)Abitur, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Die andere Hälfte der Ausbildungsanfänger waren Realschul- oder Hauptschulabsolventen; nur ein sehr geringer Prozentsatz wurde ohne Schulabschluss eingestellt.

 

Quelle: Datensystem Auszubildende (http://www.bibb.de/dazubi)

 

Maßschneider / Maßschneiderin – Gehalt & Verdienst

Dein späteres Gehalt spielt bei deiner Berufswahl eine wichtige Rolle. Pauschale Aussagen zur Bezahlung als Maßschneider sind aber leider nicht möglich. Warum das so ist und welches Gehalt ein Maßschneider in Ausbildung und Beruf zum Beispiel verdienen kann, erfährst du im Gehalts-Check.

 

Gehalt in der Ausbildung - Maßschneider/in

Dein Azubi-Gehalt als Maßschneider richtet sich danach, ob dein Betrieb an einen Tarifvertrag gebunden ist, in welcher Branche und in welchem Bundesland du angestellt bist.

Wenn du deine Ausbildung in einem tarifgebundenen Betrieb absolvierst, ist deine Vergütung als Maßschneider vertraglich festgelegt. Abhängig von Bundesland und Branche gelten aber ganz unterschiedliche Tarifverträge.

 

In der Bekleidungsindustrie sind zum Beispiel diese Azubi-Gehälter als Maßschneiderin bzw. Maßschneider möglich:

  • im 1. Ausbildungsjahr 500 bis 750 Euro brutto
  • im 2. Ausbildungsjahr 500 bis 850 Euro brutto
  • im 3. Ausbildungsjahr 600 bis 950 Euro brutto

 

Aufgepasst: Was bedeuten diese Zahlen?

Diese Beträge sind Durchschnittswerte. Dein individuelles Ausbildungs-Gehalt als Maßschneider kann somit auch niedriger ausfallen! Tipp: Einige Unternehmen machen in ihren Stellenanzeigen konkrete Angaben zur Ausbildungsvergütung. Informiere dich deshalb auch im Stellenmarkt über dein Gehalt in der Ausbildung.

Beispiel aus der Praxis

Jonas macht eine Ausbildung zum Maßschneider in einem Kaufhaus mit eigener Änderungsschneiderei in Hamburg. Er wird nach dem dort gültigen Tarifvertrag für den Einzelhandel vergütet, der seit September 2016 diese Ausbildungsvergütung vorsieht: Im 1. Ausbildungsjahr 750 Euro, im 2. Jahr 865 Euro und im 3. Jahr 995 Euro.

 

Gehalt im Beruf - Maßschneider/in

Dein Gehalt als Maßschneider richtet sich nach unterschiedlichen Faktoren, wie Berufserfahrung, Branche und Arbeitsort. Eine feste Regelung für dein Einkommen als Maßschneider gilt dann, wenn dein Arbeitgeber an einen Tarifvertrag gebunden ist. Welcher Tarifvertrag das im Einzelfall ist, hängt z.B. von Branche und Region ab.

Über dein Einstiegsgehalt nach der Ausbildung entscheidet deine tarifliche Vergütungsgruppe. Als ausgelernter Maßschneider wirst du wahrscheinlich in die niedrigste Gruppe für Angestellte mit abgeschlossener Berufsausbildung eingeordnet. Je nach Branche sind Einstiegsgehälter zwischen 1.500 und 2.200 Euro brutto möglich. Konkrete Zahlen findest du zum Beispiel in der Tarifdatenbank des Statistischen Bundesamtes.

Beispiele für 3 Branchen

 

  • Bekleidungsindustrie: 1.700 bis 2.000 Euro
  • Einzelhandel: 1.500 bis 2.200 Euro
  • Textilindustrie: 1.700 bis 2.200 Euro

 

 

Aufgepasst: Was bedeuten diese Zahlen?

Dies sind Beispielverdienste für Maßschneider in einigen Bereichen. Es gibt aber viele weitere Branchen und Tarifverordnungen. Das bedeutet: Je nach Bundesland, Branche und Tarifvertrag kann dein Verdienst niedriger oder höher ausfallen. Eine Einordnung in niedrigere oder höhere Tarifgruppen ist entsprechend deiner Qualifikation möglich, wobei die Gehälter mit zunehmender Berufserfahrung steigen.


Stand: 10/2016

Änderungsschneider/in

Ausbildung & Beruf

 

Wer sorgt dafür, dass Kleidungsstücke wieder passen und Heimtextilien wieder gefallen?

Änderungsschneider nähen zum Beispiel Hosen oder Jacken um, reparieren defekte Reißverschlüsse oder kürzen Vorhänge. Neben diesen handwerklichen Tätigkeiten haben sie aber auch noch andere Aufgaben: Sie pflegen den Bestand ihrer Nähutensilien und beraten die Kunden über die Änderungsmöglichkeiten und Kosten.

Für eine gelungene Näharbeit ist eine genaue Vorarbeit das A und O. Deshalb lernst du in deiner Ausbildung zum Änderungsschneider wie man Änderungen richtig absteckt und markiert. Da du später sowohl mit als auch ohne Nähmaschine arbeiten wirst, ist es wichtig, dass du in deiner Ausbildung beides übst. Du erfährst beispielsweise, wie die Maschinen bedient und gepflegt werden oder wie man Schnittschablonen erstellt und Näharbeiten von Hand ausführt.

Nach der Ausbildung arbeiten Änderungsschneider meist in handwerklichen Änderungs- und Maßschneidereien. Ihre Arbeit ist allerdings auch in Bekleidungshäusern, die einen eigenen Änderungsdienst haben, oder bei Herstellern von Textilien gefragt.

 

Daten & Fakten

Art der Ausbildung: dual (Berufsschule und Betrieb)

Zuständige Stelle: IHK, HWK

Dauer: 2 Jahre, Verkürzung auf 1-1,5 Jahre möglich

 

In einem Handwerksbetrieb sind diese Azubi-Gehälter als Änderungssschneiderin bzw. Änderungsschneider üblich:

 

1. Ausbildungsjahr 275 Euro
2. Ausbildungsjahr 300 Euro
3. Ausbildungsjahr 325 Euro
 

Schulische Voraussetzungen - Änderungsschneider/in

Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf Änderungsschneider.

In der Vergangenheit hatte mehr als die Hälfte der Azubis den Hauptschulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Etwa ein Drittel der Ausbildungsanfänger wurde mit Realschulabschluss, ein kleiner Prozentsatz ohne Schulabschluss eingestellt.

Quelle: Datensystem Auszubildende (http://www.bibb.de/dazubi)

 

 

Änderungsschneider/in – Gehalt & Verdienst

Bei deiner Berufswahl und der Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Beruf spielt dein zukünftiges Einkommen eine entscheidende Rolle. Leider können keine allgemeingültigen Aussagen zum Gehalt als Änderungsschneider gemacht werden. Im Gehalts-Check erfährst du, warum das so ist und welche Gehälter Änderungsschneider in Ausbildung und Beruf beispielsweise verdienen können.

 

 

Gehalt in der Ausbildung - Änderungsschneider/in

Dein Azubi-Gehalt als Änderungsschneider kann ganz unterschiedlich ausfallen, je nachdem in welcher Branche und in welchem Bundesland du beschäftigt bist und ob dein Ausbildungsbetrieb an einen Tarifvertrag gebunden ist.

Bei einer Ausbildung in einem tarifgebundenen Betrieb, ist deine Vergütung als Änderungsschneider vertraglich festgelegt. Je nach Bundesland und Branche gelten aber ganz unterschiedliche Tarifverträge. In der Bekleidungsindustrie sind beispielsweise diese tariflichen Ausbildungsgehälter möglich:

  • im 1. Ausbildungsjahr 500 bis 750 Euro brutto
  • im 2. Ausbildungsjahr 500 bis 850 Euro brutto

Aufgepasst: Was bedeuten diese Zahlen?

Bei diesen Zahlen handelt es sich um Mittelwerte in einer Branche und in einem Tarifvertrag. Dein tatsächliches Ausbildungs-Gehalt als Änderungsschneider kann je nach Tarifverordnung und Branche also auch niedriger oder höher ausfallen! Tipp: Einige Unternehmen machen in ihren Stellenanzeigen konkrete Angaben zur Ausbildungsvergütung. Nutze deshalb auch den Stellenmarkt, um dich über deine Bezahlung in der Ausbildung zu informieren.

 

Beispiel aus der Praxis

Jörg macht eine Ausbildung zum Änderungsschneider in einem großen Modekaufhaus mit eigener Änderungsschneiderei in Mecklenburg-Vorpommern. Für dieses Unternehmen gilt der Tarifvertrag für den Einzelhandel. Daher erhält Jörg im 1. Ausbildungsjahr 615 Euro und im 2. Jahr 670 Euro.

 

 

Gehalt im Beruf - Änderungsschneider/in

Im Berufsleben richtet sich dein Einkommen als Änderungsschneider nach unterschiedlichen Faktoren. Das sind zum Beispiel Branche, Arbeitsort und Berufserfahrung. Wenn dein Arbeitgeber tariflich gebunden ist, dann gibt es für dein Gehalt als Änderungsschneider feste vertragliche Regelungen. Von Branche zu Branche und von Bundesland zu Bundesland gilt in deinem speziellen Fall ein anderer Tarifvertrag.

Über dein Einstiegsgehalt entscheidet deine tarifliche Entgeltgruppe. Ein ausgelernter Änderungsschneider wird in der Regel in die niedrigste Gruppe für Angestellte mit abgeschlossener Berufsausbildung eingeordnet. Je nach Branche sind Verdienste zwischen 1.500 und 2.200 Euro brutto möglich.

Beispiele für 2 Branchen

 

  • Textil- und Bekleidungsindustrie: 1.800 bis 2.200 Euro
  • Einzelhandel: 1.500 bis 2.200 Euro

 

Aufgepasst: Was bedeuten diese Zahlen?

Dies sind mögliche Gehälter für Änderungsschneider in ausgewählten Branchen. Daneben gibt es aber viele weitere Tarifverordnungen und Wirtschaftsbereiche, in denen eine Beschäftigung möglich ist. Somit kann dein Verdienst als Änderungsschneider je nach Tarifvertrag, Bundesland und Branche auch unter oder über den angegebenen Beträgen liegen. Auch könntest du mit entsprechender Qualifikation in eine andere Tarifgruppe eingeordnet werden. Und mit den Berufsjahren erhöhen sich in der Regel auch die Gehälter.


Stand: 10/2016

Textil- und Modenäher/in

Ausbildung & Beruf

 

Ein Beruf, der so schnell nicht aus der Mode kommen wird:

der Textil- und Modenäher.

Denn die Kleidung, die wir täglich tragen, wird von Textil- und Modenähern angefertigt. Sie stellen sowohl Damen-, Herren- und Kinderoberbekleidung, Wäscheartikel als auch Sport- und Freizeitkleidung her.

Auch wenn sie sich meist auf bestimmte Produkte und Teilaufgaben spezialisieren, z.B. den Stoff zuzuschneiden oder Taschen und Ärmel einzunähen, bereitet dich deine Ausbildung auf alle Bereiche vor.

Dir wird beigebracht, wie man Schablonen richtig auflegt, Schnittbilder erstellt oder wie man die vorgefertigten Teile zusammennäht. Außerdem erfährst du, welche Werk- und Hilfsstoffe es gibt und worin sich diese unterscheiden. Da du später mit Spezialmaschinen arbeitest, lernst du, wie man diese bedient und überwacht.

Textil- und Modenäher arbeiten in der Industrie. Ihre Fähigkeiten sind in Nähabteilungen von Bekleidungs- oder Strumpfwarenherstellern oder in Nähereien von Haus-, Bett- und Tischwäscheherstellern gefragt. Aber auch im Änderungsservice von Modehäusern bieten sich Beschäftigungsmöglichkeiten.

 

Daten & Fakten

Art der Ausbildung: dual (Berufsschule und Betrieb)

Zuständige Stelle: IHK

Dauer: 2 Jahre, Verkürzung auf 1-1,5 Jahre möglich

 

Schulische Voraussetzungen

Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf Textil- und Modenäher. In der Vergangenheit hatte fast die Hälfte der Azubis den Realschulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Die andere Hälfte der Ausbildungsanfänger wurde mit Hauptschulabschluss oder (Fach-)Abitur, ein geringer Prozentsatz ohne Schulabschluss eingestellt.

Quelle: Datensystem Auszubildende (http://www.bibb.de/dazubi)

 

 

Textil- und Modenäher/in – Gehalt & Verdienst

Bei der Entscheidung für einen bestimmten Beruf ist das spätere Gehalt ein wichtiger Faktor. Leider sind pauschale Angaben zum Einkommen als Textil- und Modenäher nicht möglich. Der Gehalts-Check zeigt auf, warum das so ist und wie dein Gehalt als Textil- und Modenäher in Ausbildung und Beruf zum Beispiel aussehen könnte.

 

 

Gehalt in der Ausbildung - Textil- und Modenäher/in

Deine Ausbildungsvergütung hängt davon ab, ob dein Betrieb tariflich gebunden ist, in welcher Region und in welcher Branche du beschäftigt bist.

Wenn du in einem tarifgebundenen Betrieb arbeitest, ist deine Vergütung als Textil- und Modenäher vertraglich festgelegt. Abhängig von Bundesland und Branche gelten aber ganz unterschiedliche Tarifverträge. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) (Datenbank Ausbildungsvergütungen) hat die durchschnittlichen tariflichen Ausbildungsgehälter für Textil- und Modenäher im Jahr 2015 ermittelt:

 

  • im 1. Ausbildungsjahr 720 Euro brutto
  • im 2. Ausbildungsjahr 780 Euro brutto


Gehalts-Barometer Textil- und Modenäher
Das Gehalts-Barometer zeigt, dass das durchschnittliche tarifliche Ausbildungsgehalt beim Textil- und Modenäher im Vergleich mit anderen 2-jährigen Ausbildungen im oberen Mittelfeld liegt:

 

Tarifliche Ausbildungsvergütung (Durchschnitt)

 

Fach­kraft Kurier-, Express-, Post­dienst­leis­tun­gen     800 €

 

Tex­til- und Modenä­her    751 €
 
Fach­kraft im Gast­ge­werbe     631 €
 


Aufgepasst: Was bedeuten diese Zahlen?
Bei diesen Zahlen handelt es sich um durchschnittliche Werte. Dein tatsächliches Ausbildungs-Gehalt als Textil- und Modenäher kann somit auch niedriger ausfallen! Tipp: Einige Unternehmen machen in ihren Stellenanzeigen konkrete Angaben zur Ausbildungsvergütung. Nutze deshalb auch den Stellenmarkt, um dich über dein Gehalt in der Ausbildung zu informieren.

Beispiel aus der Praxis
Bianca macht eine Ausbildung zur Textil- und Modenäher bei einem Textilunternehmen in Unterfranken und wird nach dem Tarifvertrag für die Bekleidungsindustrie bezahlt. Bianca erhält nach diesem Vertrag seit Juni 2016 folgende Vergütung: Im 1. Lehrjahr 740 Euro und im 2. Jahr 798 Euro.

 

 

Gehalt im Beruf - Textil- und Modenäher/in

Dein Verdienst als Textil- und Modenäher hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen beispielsweise Wirtschaftsbereich, Arbeitsort und Berufserfahrung. Wenn dein Arbeitgeber an einen Tarifvertrag gebunden ist, gilt für dein Gehalt als Textil- und Modenäher eine feste Regelung. Welche der vielen Tarifverordnungen in deinem Fall zutrifft, ergibt sich u.a. aus Branche und Bundesland.

Nach deiner Ausbildung wirst du in eine bestimmte Entgeltgruppe eingeordnet, die auch dein Einstiegsgehalt festlegt. In der Regel ist dies für ausgelernte Textil- und Modenäher die unterste Gruppe für Angestellte mit abgeschlossener beruflicher Ausbildung. Als Textil- und Modenäher kannst du je nach Branche beispielsweise von 1.500 bis 2.200 Euro brutto Einstiegsgehalt ausgehen. Einzelne Tarifverträge und konkrete Zahlen findest du zum Beispiel in der
Tarifdatenbank des Statistischen Bundesamtes.

Beispiele für 3 Branchen

  • Einzelhandel: 1.500 bis 2.200 Euro
  • Textilindustrie: 1.700 bis 2.200 Euro
  • Bekleidungsindustrie: 1.700 bis 2.000 Euro


Aufgepasst: Was bedeuten diese Zahlen?
Bei diesen Beträgen handelt es sich um Beispielverdienste in einigen Bereichen. Je nach Arbeitgeber, Arbeitsort und tariflicher Regelung sind auch niedrigere oder höhere Einstiegsgehälter denkbar. Und je nach Qualifikation und Aufgabenbereich kannst du als Textil- und Modenäher in eine andere Gehaltsgruppe eingeordnet werden. Außerdem erhöhen sich die Gehälter mit den Berufsjahren.

Stand: 10/2016

 

Textil- und Modeschneider/in –

Ausbildung & Beruf


Das Berufsbild Textil- und Modeschneider ist sehr vielfältig. Die Hauptaufgabe von Textil- und Modeschneidern ist das Erstellen von Schnittmustern für die Kollektions- und Serienfertigung. Außerdem planen sie den ganzen Vorgang der Produktion und weisen die Modenäher ein.

Im Berufsalltag von Textil- und Modeschneidern gibt es viele verschiedene Aufgaben. Zu Beginn einer Produktion steht immer die Arbeitsvorbereitung. Die Textil- und Modeschneider vergleichen Arbeitsmaterialien und treffen anhand von Qualität und Preis eine Entscheidung. Anschließend werden die Fertigungskosten berechnet, die sowohl Materialkosten als auch Löhne umfassen.

Dann beginnen die Textil- und Modeschneider mit ihrer eigentlichen Arbeit: Sie analysieren die Grundschnitte und arbeiten modellbezogene Besonderheiten heraus. Die Textil- und Modeschneider bestimmen dabei auch die Verarbeitungstechnik, also welche Stich- und Nähmaschinentypen eingesetzt werden sollen. Das ist sehr wichtig, da manche Nadeln bei harten Stoffen wie Denim abbrechen und somit andere Maschinen und Nähtechniken ausgewählt werden müssen. Nachdem sie auch die Lege- und Zuschnittanweisungen erarbeitet haben, versuchen sie diese im Team noch weiter zu optimieren, um den Nähern ihre Arbeit zu vereinfachen. Bevor die Produktion beginnen kann, stellen die Textil- und Modeschneider ein Modell her, das zur Orientierung dient. Nun geben sie ihre erarbeiteten Ergebnisse an die Textil- und Modenäher weiter und stehen ihnen für weitere Fragen zur Verfügung.

Im Berufsbild Textil- und Modeschneider können aber ganz unterschiedliche Aufgabenbereiche im Vordergrund stehen – je nach Betrieb, Branche und beruflicher Position. Welche Aufgaben du in deiner Ausbildung erlernst, regelt die Ausbildungsverordnung zum Textil- und Modeschneider.

Die meisten Textil- und Modeschneider arbeiten in der industriellen Herstellung von Bekleidung oder Tisch- und Bettwäsche. Manche sind aber auch in Musterateliers tätig.

 

Daten & Fakten

Art der Ausbildung: dual (Berufsschule und Betrieb), auch schulisch möglich

Zuständige Stelle: IHK

Dauer: 3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

 

 

Schulische Voraussetzungen - Textil- und Modeschneider/in

Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf Textil- und Modeschneider. In der Praxis hatten die meisten Azubis den Realschulabschluss oder sogar (Fach-)Abitur, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Ungefähr ein Viertel der Ausbildungsanfänger wurde mit Hauptschulabschluss, ein kleiner Prozentsatz sogar ohne Schulabschluss eingestellt.

 

Quelle: Datensystem Auszubildende (http://www.bibb.de/dazubi)

 

 

Textil- und Modeschneider/in – Gehalt & Verdienst

Dein zukünftiges Gehalt ist für deine Berufswahl ein wichtiger Faktor. Pauschale Angaben zum Einkommen als Textil- und Modeschneider sind aber nicht möglich. Warum das so ist und welches Gehalt ein Textil- und Modeschneider in Ausbildung und Beruf beispielsweise verdienen kann, erfährst du im Gehalts-Check.

 
 

Gehalt in der Ausbildung - Textil- und Modeschneider/in

Deine Ausbildungsvergütung hängt davon ab, ob dein Betrieb tariflich gebunden ist, in welcher Region und in welcher Branche du beschäftigt bist.

Bei einer Ausbildung in einem tarifgebundenen Betrieb ist deine Vergütung als Textil- und Modeschneider vertraglich festgelegt. Allerdings gelten je nach Branche und Bundesland ganz unterschiedliche Tarifverträge. Laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) (Datenbank Ausbildungsvergütungen) lagen die durchschnittlichen tariflichen Ausbildungsgehälter für Textil- und Modeschneider im Jahr 2015 bei:

 

  • im 1. Ausbildungsjahr 720 Euro brutto
  • im 2. Ausbildungsjahr 780 Euro brutto
  • im 3. Ausbildungsjahr 880 Euro brutto


Gehalts-Barometer Textil- und Modeschneider
Das Gehalts-Barometer zeigt, dass das durchschnittliche tarifliche Ausbildungsgehalt beim Textil- und Modeschneider im Vergleich mit ähnlichen Berufen im oberen Mittelfeld liegt:

 

 

Tarifliche Ausbildungsvergütung (Durchschnitt)

Pro­duk­ti­ons­me­cha­ni­ker Tex­til   817  €
 
Tex­til- und Mode­schnei­der  793  €

 

Tex­til­rei­ni­ger  650  €
 


Aufgepasst: Was bedeuten diese Zahlen?
Bei diesen Beträgen handelt es sich um Durchschnittswerte. Somit kann dein individuelles Azubi-Gehalt als Textil- und Modeschneider auch niedriger ausfallen! Tipp: Nutze auch den Stellenmarkt, um dich über dein Gehalt in der Ausbildung zu informieren. Einige Unternehmen machen entsprechende Angaben in ihren Stellenanzeigen.

Beispiel aus der Praxis
Christina macht eine Ausbildung zur Textil- und Modeschneider bei einem Bekleidungshersteller in Hessen und wird nach dem Tarifvertrag der Textilindustrie bezahlt. Christina erhält nach diesem Vertrag seit Juni 2016 folgende Vergütung: Im 1. Lehrjahr 854 Euro, im 2. Jahr 922 Euro und im 3. Jahr der Ausbildung 1.033 Euro.

 

Gehalt im Beruf - Textil- und Modeschneider/in

Dein Verdienst als Textil- und Modeschneider hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen beispielsweise Wirtschaftsbereich, Arbeitsort und Berufserfahrung. Wenn dein Arbeitgeber an einen Tarifvertrag gebunden ist, gilt für dein Gehalt als Modeschneider eine feste Regelung. Welche der vielen Tarifverordnungen in deinem Fall zutrifft, ergibt sich u.a. aus Branche und Bundesland.

Dein Einstiegsgehalt richtet sich nach deiner tariflichen Vergütungsgruppe. Als ausgelernter Textil- und Modeschneider wirst du vermutlich in die unterste Gruppe für Angestellte mit abgeschlossener Berufsausbildung eingeordnet. Je nach Branche kannst du mit 1.700 bis 2.200 Euro brutto Einstiegsgehalt rechnen. Konkrete Beträge einzelner Tarifverträge kannst du beispielsweise in der Tarifdatenbank des Statistischen Bundesamtes nachlesen.

Beispiele für 2 Branchen

  • Textilindustrie: 1.700 bis 2.200 Euro
  • Bekleidungsindustrie: 1.700 bis 2.000 Euro


Aufgepasst: Was bedeuten diese Zahlen?
Bei diesen Beträgen handelt es sich um Beispielverdienste in einigen Bereichen. Je nach Arbeitgeber, Arbeitsort und tariflicher Regelung sind auch niedrigere oder höhere Einstiegsgehälter denkbar. Und je nach Qualifikation und Aufgabenbereich kannst du als Textil- und Modeschneider in eine andere Gehaltsgruppe eingeordnet werden. Außerdem erhöhen sich die Gehälter mit den Berufsjahren.

Stand: 10/2016

Kürschner/in – Pelz und Leder

Ausbildung & Beruf

 

Berufsbild

Kürschner gestalten bereits gegerbte Felle zu Pelzen um. Aus Fellen und unter der Beigabe von Leder werden aus ihren Händen

Jacken, Mäntel, Mützen, Schals, Muffe und Hüte. Neben handwerklichen Arbeitstechniken ist bei Kürschnern die eigene Kreativität gefragt.

Sie arbeiten nicht nur nach fertigen Entwürfen, sondern berücksichtigen auch Kundenwünsche und bringen eigene Ideen ein.

Bei der Auswahl passender Felle haben Kürschner ein besonderes Augenmerk auf Art, Farbe, Zeichnung und Struktur.

Erst danach fertigen sie das Schnittmuster an und bestimmen die Fellanordnung.

Ziehen und Strecken bringt die Felle in Form. Anschließend folgt das Entfernen fehlerhafter Stellen.

Nach den Vorbereitungsarbeiten schneiden Kürschner mit ihrem Kürschnermesser die Felle passend zu

und legen sie zu einer ausgewogen aussehenden Fläche. Nun schneiden sie nach dem Schnittmuster die einzelnen Teile zu und nähen sie zusammen.

Kürschner sind ebenfalls Ansprechpartner, wenn es um Reparaturen oder Umarbeitungen von Pelzen geht.

Außerdem beraten sie Kunden zur Pflege ihrer Pelze.

 

Einsatzbereiche für Kürschner

Kürschner arbeiten in handwerklichen oder industriellen Betrieben und in Pelzfachgeschäften.

 

Tabus für Kürschner

Kürschner verarbeiten keine Felle der nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützten Arten.

Unter den Artenschutz fallen zum Beispiel Leoparden, Geparden, Jungrobben oder Maulwürfe.

Manche Arten sind eingeschränkt geschützt wie der Rotfuchs, der nur mit CITES-Bescheinigung gehandelt werden darf.

 

Kürschner: Historisches

Pelze sind als erste wärmende Bekleidungsmaterialien der Menschheit anzusehen.

Schon die Menschen der Steinzeit beherrschten geeignete Bearbeitungsmethoden für möglichst lange Haltbarkeit und angenehme Trageeigenschaften. Neben ihrer schützenden Funktion dürften bereits damals auch schmückende Details bei der Pelzkleidung eine Rolle gespielt haben.

Während in der Steinzeit Pelze alltägliche Kleidungsstücke bei Kälte waren, verdrängten später preiswertere,

leichtere und ebenfalls warme Materialien wie Wolle Pelzkleidung im Alltag. Kleidungsstücke aus Pelz galten schließlich

als Luxusgüter oder Statussymbole.

Zwischen Steinzeit und heute machte die Pelzverarbeitung mehrere Entwicklungsschritte durch.

Verbesserte Arbeitsmethoden, organisatorische Umstrukturierungen inklusive dem Entstehen von Zünften, interne Hierarchiestufen – Zobelbaron, Karnickelschlachter – und die mit Erfindung der Pelznähmaschine Ende des 19. Jahrhunderts einsetzende Industrialisierung und ein großer Aufschwung erhielten den Kürschner als gefragten Beruf.

Seit einigen Jahren gibt es Organisationen von Pelzgegnern und Sympathisanten,

die insbesondere gegen Missstände in Pelzzuchtbetrieben und Missachtung des Artenschutzes vorgehen

und oft deshalb generell Artikel aus Pelz ablehnen. Kürschner stehen allerdings weniger im Fokus ihrer Aktionen, da sie nicht unmittelbar in der Pelzherstellung tätig sind, sondern in der Weiterverarbeitung.

 

Kürschner: Wortherkunft

Im Althochdeutschen und Altsächsischen ist seit dem 9. Jahrhundert das Wort „Kursina“ für den Pelzrock nachgewiesen. Daraus entwickelten sich die handwerklichen Berufsbezeichnungen „Kürsner“ und „Kursener“, den Vorläufern für den heutigen Begriff „Kürschner“.

 

Der Kürschnerberuf gehört zu den Handwerksberufen, deren Vertreter sich  als die Ersten bereits im Mittelalter  zu Zünften zusammenschlossen.

Noch bis 2004 musste man die Meisterprüfung abgelegt haben, um selbstständig eine Kürschnerei zu führen.

Seit diesem Jahr zählt die Kürschnerei zu den zulassungsfreien Handwerken.

Die Kernkompetenz eines/einer Kürschners/-in besteht in der Herstellung eines Pelzes aus Einzelfellen.

Die Zusammensetzung des Pelzes richtet sich nach dem Entwurf des Kleidungsstückes, das aus dem Pelz hergestellt werden soll.

Dabei kann es sich um einen Pelzmantel mit nach außen getragenem Pelz oder dem Pelz als Innenfutter handeln,

aber auch um Kleinpelze für Schals, Muffs oder Mützen. Wesentliche Vorarbeiten sind das Sortieren, Nähen und Schneiden der Pelze

bevor sie glatt gespannt werden (Zwecken).

Erst danach erfolgt das Zusammennähen nach Schnittmustern und Füttern des Pelzteils mit Stoff oder das Nähen einer Stoffhülle,

wenn der Pelz als Innenfutter getragen werden soll. Der klassische Pelzmantel ist etwas aus der Mode gekommen,

aber Pelzbesatz für das Design von Kleidung ist immer noch gefragt und so ist modische Stilsicherheit für den Kürschnerberuf wichtiger geworden.

Viele Auszubildende mit höheren Bildungsabschlüssen streben daher später einen Studienabschlüsse für Modedesign an.
Der Kürschnerberuf ist immer noch saisonal geprägt, das heißt in den Sommermonaten befasst man sich mehr mit der Pflege der Kundenpelze,

da soll der Pelz umgestaltet werden, Reparaturen sind fällig, der Pelz soll gereinigt oder auch nur fachgerecht aufbewahrt werden.

Häufig findet innerhalb einer Kürschnerei und zwischen den Kürschnereien eine Spezialisierung statt,

dabei wird die Tätigkeit des/der Kürschners/-in in Schneide- und Nähkürschner aufgeteilt.

Der Schneidekürschner ist dann der Zulieferer für den Designer und Näher.

Zur normalen handwerklichen Kürschnerarbeit kommen aber noch andere Tätigkeiten und Befähigungen hinzu.

Die Kunden sind zu beraten, Ware muss auf Messen oder über den Großhandel eingekauft werden,

die Modellentwicklung als Handschrift des Hauses ist voranzutreiben, die Kalkulation und Buchführung ist abzuwickeln;

dabei darf die Organisation der täglichen Arbeit im Betrieb nicht leiden.

 

Voraussetzungen

Obwohl wie bei den meisten Ausbildungsberufen keine rechtlichen Anforderungen an den Schulabschluss gegeben sind,

stellen die Betriebe überwiegend Bewerber mit Hochschulreife oder einem mittleren Bildungsabschluss  ein.

Deine persönlichen Stärken sollten günstigerweise auf den Fächern Mathematik und Werken/Technik liegen. 

  • Mindestschulabschluss: mittlerer Abschluss
  • Dauer: 36 Monate
  • Ausbildungsvergütung: 486 € bis 629 €
  • Duale Ausbildung

 

Ausbildung zum Kürschner

Die Ausbildung zum Kürschner dauert drei Jahre.

Es handelt sich hierbei um einen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf in Industrie und Handwerk.

Die duale Ausbildung findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt.

Zu beachten ist, dass Kürschner Auszubildenden in Deutschland für ihren theoretischen Berufsschulunterricht ausschließlich

die Staatliche Berufsschule I in Fürth zur Verfügung steht.

Der Unterricht findet viermal im Jahr über zwei bis drei Wochen als Blockunterricht statt.

Auswärtige Schüler können dabei in einem Wohnheim Quartier beziehen.

 

Voraussetzungen

Rechtlich wird kein bestimmter Schulabschluss vorausgesetzt.

Ausbildungsbetriebe erwarten von Bewerbern gewisse Fähigkeiten und persönliche Eigenschaften wie:

  • handwerkliches Geschick und Sorgfalt
  • gutes Fingerspitzengefühl und Auge-Hand-Koordination
  • Kreativität
  • Sinn für Ästhetik und sicheres Farbempfinden
  • gute Umgangsformen und Servicementalität

Zur Berechnung des Materialbedarfs sind gute Schulnoten in Mathematik von Vorteil.

 

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb werden angehende Kürschner schrittweise in den beruflichen Alltag integriert.

Unter Anleitung und Aufsicht sind sie an der Erledigung von Kundenaufträgen beteiligt.

 

Das Erlernen folgender Tätigkeiten gehört unbedingt in eine Kürschner Ausbildung:

  • Entwurf
  • Materialkalkulation
  • Anfertigen von Modellen und Musterstücken
  • Materialkunde: Felle und Pelze
  • Sortieren der Felle und Pelze
  • Verarbeitung von Fellen und Pelzen
  • Zuschneiden – auch von Textilien, Leder, Bekleidung und weiteren Materialien
  • Nähen und Füttern
  • Schnitttechniken

 

Möglichst viele der in nachfolgender Auflistung genannten Kompetenzen sollte eine betriebliche Kürschner Ausbildung ebenfalls vermitteln:

  • Vorbereiten der Arbeiten
  • Anprobe und Maßnehmen
  • Nähen von Hand
  • Nähen mit Maschine
  • Bügeln
  • Fixieren
  • Zwecken
  • Qualitätsprüfung und Qualitätssicherung
  • Verkauf
  • Umgang mit Kunden: Beratung und Betreuung

In der Berufsschule erhalten Kürschner Auszubildende Unterricht in Mathematik und Kunst/Werken.

 

Ausbildung

Die dreijährige Ausbildung findet in der Regel in handwerklichen Kürschnereien oder Betrieben der Pelzbekleidungsindustrie statt.  

Im Rahmen der dualen Ausbildung erfolgt die theoretische Weiterbildung in der Berufsschule. 

Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:

  • für alle Länder in Fürth (Bayern): Staatliche Berufsschule I Fürth

 

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung liegt im unteren Drittel aller dualen Ausbildungsberufe:

Beispiele in der Industrie (monatlich brutto):

  • 1. Ausbildungsjahr: € 486
  • 2. Ausbildungsjahr: € 560
  • 3. Ausbildungsjahr: € 629

Berufseinstieg und Perspektiven

Kürschner/-innen arbeiten nach der Ausbildung in handwerklichen Kürschnereien oder in der industriellen Herstellung von Pelzbekleidung.

Für das berufliche Fortkommen empfiehlt sich, die Prüfung als Kürschnermeister/-in abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Modedesign erwerben.

Mit einer Kürschnerei kann man den Schritt in die Selbstständigkeit wagen..

Die Tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich) liegt bei  2.109 €.

 

Kürschner: Gehalt

Je nach Betrieb, Berufserfahrung und Region erhalten Kürschner unterschiedliche Gehälter.

Die Gehaltsspanne reicht von circa 1450 Euro brutto monatlich im Osten Deutschlands bis zu rund 2200 Euro in München.

Häufig werden mittlere Gehälter zwischen circa 1700 Euro und 1900 Euro gezahlt.

 

Kürschner: Studium

Kürschner mit Abitur oder Fachhochschulreife können ihrer Ausbildung ein Studium folgen lassen.

Außerdem kann nach mehreren Jahren Berufstätigkeit als Kürschner über die Fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung

ebenfalls ein Studium aufgenommen werden.

Da Kürschner ohnehin in ihrem Beruf viel kreativ und modisch orientiert arbeiten,

kommt für sie insbesondere die Studienrichtung Modedesign infrage. Textiltechnik und Bekleidungstechnik sind weitere Studienoptionen.

 

Perspektive für Kürschner

Trotz häufig geäußerter Kritik am Tragen von Pelz geht es der Branche der Kürschner gut.

Neben der Herstellung verschiedener Pelzartikel aus angekauften Fellen geben Kürschner oft auch alter wertvoller Pelzkleidung neuen modischen Chic.

Viele Verbraucher sind nicht grundsätzlich gegen das Tragen von Pelzen.

Sie haben eher ein strenges Auge auf die Herkunft sowie Einhaltung der Artenschutzrichtlinien.

Aktuell sieht es gut für die Beschäftigungslage der Kürschner aus und einige Betriebe klagen sogar über Fachkräftemangel.

Dennoch ist es ratsam, als ausgebildeter Kürschner über Weiterbildung das Fachwissen zu erweitern und so die eigene Position auf dem Arbeitsmarkt zu stärken. Beliebt sind hier die Fortbildung zum Techniker der Fachrichtung Bekleidungstechnik sowie zum Kürschnermeister.

Auch ohne Meisterbrief können Kürschner sich selbstständig machen, da ihr Beruf als zulassungsfreies Handwerk gilt.

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